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Bauninanzierungs-Sprache leicht gemacht

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Baugeld ab


Aktuelle Zinsen bei einem Nettodarlehensbetrag von , gebundener Sollzins: 5 Jahre Sollzinsbindung,

effektiver Jahreszins.


Effektiv, nominal, Annuität, Bonität, Forward, Grundschuld, Restschuld … – Begriffe aus der Sprache der Baufinanzierung, die Sie beim ersten Mal vielleicht verwirren. Deshalb möchten wir Ihnen mit unserem kleinen baufi.net Lexikon die wichtigsten Grundbegriffe näher bringen.

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44)">Baukosten

Als Baukosten bezeichnet Kosten, die bei der Errichtung eines Bauwerkes entstehen.


Dies sind u.a. die Kosten für den gesamten Roh- und Ausbau des Bauwerkes einschließlich der dazu notwendigen Baustelleneinrichtung, Kosten für Installationsarbeiten (z.B. für Abwasser, Wasser, Wärme, Strom und Fernmeldetechnik), Kosten für technische Anlagen zum Betrieb der Installationen, betriebliche Einbauten sowie andere, besondere Bauausführungen.

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45)">Baunebenkosten

Zu den Baunebenkosten gehören u.a. die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen, die Gebühren für behördliche Prüfungen und Genehmigungen (z.B. Baugenehmigung), Kosten für die Beschaffung von Baugeldern (z.B. Disagio) sowie ggf. anfallende Bereitstellungszinsen.

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46)">Beleihungswert

Als Beleihungswert bezeichnet man den Wert eines Gebäudes (inklusive Grundstück) oder einer Eigentumswohnung.
Dieser wird ermittelt aus dem Grundstückswert (Grundstücksgröße x  Bodenrichtwert) und dem Gebäudewert.
  Bei Neubauten werden i.d.R. die Herstellungskosten als Wert herangezogen, bei bestehenden Gebäuden der Kaufpreis. Alternativ kann auch auf Vergleichwerte aus der Region zurückgegriffen werden.

Da die Banken hier verschiedene Wege gehen, kann es zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Beispiel:
Ein Kunde kauft ein Einfamilienhaus (inkl. Grundstück) für 200.000 € und modernisiert für 20.000 €.

Die Bank X berechnet den Beleihungswert anhand des Kaufpreises, die Modernisierungskosten werden zu 50% angerechnet. Der Beleihungswert der Bank X beträgt somit 210.000€.

Die Bank Y berechnet ebenfalls anhand des Kaufpreises, berücksichtigt jedoch einen Abschlag in Höhe von 15%. Die Modernisierungskosten werden ebenfalls zu 50% angerechnet. Somit errechnet die Bank Y einen Beleihungswert in Höhe von 180.000 €.

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47)">Bereitstellungszinsen

Bereitstellungszinsen sind Zinsen, welche die Bank dem Darlehensnehmer für den Zeitraum zwischen der Bereitstellung des Darlehens (Darlehenszusage) und der tatsächlichen Inanspruchnahme des Darlehens (Auszahlung) in Rechnung stellen kann.

Bereitstellungszinsen fallen i.d.R. erst an, wenn die vereinbarte Bereitstellungszeit (meist 3 oder 6 Monate) abgelaufen ist.

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48)">Bewirtschaftungskosten

Als Bewirtschaftungskosten bezeichnet man die Kosten für den laufenden Betrieb und die Unterhaltung einer Immobilie, so z.B. Heizkosten, Grundsteuer, Versicherungen, Reparaturen und öffentliche Gebühren (z.B. Müllabfuhr, Wasser, Straßenreinigung, usw.).

Bei vermieteten Objekten wird in den Bewirtschaftungskosten ein Risikoaufschlag eingerechnet, der das Risiko des Vermieters im Falle des Leerstandes der Wohnung (oder des Hauses) berücksichtigt.

Die Berechnung erfolgt meist pauschal anhand der Wohnfläche.

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49)">Bonität

Unter Bonität versteht man die Kreditwürdigkeit des einzelnen Darlehensnehmers.

Unter anderem wird überprüft, ob der Darlehensnehmer seinen bisherigen Zahlungsverpflichtungen stets pünktlich nachgekommen ist.  Die Bank holt sich diese Informationen zum Beispiel bei der SCHUFA.

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29)">effektiver Jahreszins

Alle Banken müssen gem. der Preisangabenverordnung (PAngV) als Preis ihrer vergebenen Kredite die pro Jahr vom Darlehensnehmer tatsächlich geleistete Gesamtbelastung in Prozent der Darlehenssumme ausweisen. Dies ist der Effektivzins p.a. oder effektive Jahreszins. Da die Höhe dieses Zinses für das vergebene Darlehen i.d.R. nur für eine bestimmte Laufzeit (Zinsbindungsfrist, z.B. 5 Jahre fest, 10 Jahre fest) garantiert wird, kann sich nach Ablauf dieser Frist der Preis für das Darlehen in Abhängigkeit der zu diesem Zeitpunkt am Markt üblichen Konditionen ändern. Deshalb spricht man auch vom effektiven Jahreszins.

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50)">Eigenkapital

Als Eigenkapital bezeichnet man alle finanziellen Mittel, die ein Darlehensnehmer für die Finanzierung seiner Immobilie aus eigener Kraft einbringen kann (z.B. Bankguthaben, Wertpapier oder auch Schenkungen).

Ein bereits vorhandenes Baugrundstück kann ebenfalls als Eigenkapital betrachtet werden.

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51)">Eigenleistung

Unter Eigenleistung versteht man die persönliche Arbeitsleistung, die für den Bau oder Ausbau eines Bauwerks eingesetzt wird und somit entsprechende Handwerkerlohnkosten einspart. Eigenleistungen können durch den Bauherren selbst aber auch durch seine Angehörigen, Nachbarn, Arbeitskollegen oder Bekannte erbracht werden.

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52)">Endfälliges Darlehen

Als endfälliges Darlehen bezeichnet man ein Darlehen, welches am Ende der vereinbarten Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt wird. Der Darlehensnehmer zahlt vorerst nur die Zinsen.

Um sicherzustellen dass bei Fälligkeit die entsprechende Summe zur Verfügung steht, verlangt die Bank eine Sicherheit in Form einer (zum Beispiel) Lebensversicherung, deren Auszahlungsbetrag bei Fälligkeit  zur Tilgung des Darlehens dient.

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